• Milbich Tamás

Baumstark János költeményei


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Beim Kriegerdenkmal

In die Ferne zieht's uns wieder- traurig wird's uns im Gemüt- zu den Gräbern unserer Krieger. wo kein einzig' Veilchen blüht, die dort einsam und verlassen, nicht gepflegt von milder Hand, jene Leiber still umfassen, die gefallen fürs Vaterland.

Deshalb eilten wir, zu pflücken Blüten zart und himmelblau, den Gedenkstein auch zu schmücken, die dort ruh'n auffremder Au'. Wollen sie mit Tränen gießen, liebevoll in Dankespflicht, daß sie heut' und ewig sprießen- unsere Vergißmeinnicht.

Schlummert sanft, Ihr morschen Leiber, ruhet Leid und Qualen aus, bis dereinst die Heldengeister führen Euch in's Vaterhaus. Bi s die Engelscharen haben Euch geführt an ihrer Hand, aus der Fremde, wo Ihr begraben, in das ewige Vaterland.

Das Heldengrab im Walde

Es war eine stürmische dunkle Nacht, ein Reiter hält einsam im Walde die Wacht. Späht lauschend umher auf des Waldes Wegen im tödlichen, brausenden Kugelregen. Am Himmel zieht düster das Wolkenband, der Reiter hält krampfhaft den Zügel gespannt. Die Tannen, sie biegen und recken den Ast, als ob sie den Reitersmann schützend umfaßt.

Immer näher kommt der Geschütze Rollen, Geschosse sausen, es fliegen die Schollen. Das Blut ihm aufwärts zu Kopfe strebt, bei jedem Geräusch sich aufwärts das Pferd erhebt. Die Kugeln pfeifen ihm um die Kappe. Doch ernst, fast drohend sein Innerstes spricht: "Hier stehst Du auf Posten - ein Mann der Pflicht"

Von drüben ein Blitz und scharfer Krach, beim Reiter ein letztes Stöhnen und Ach- es reißt ihn vom Pferde ein fruchtbarer Stoß und blutend sinkt er in's grüne Moos. Das Pferd läuft irrend im Walde umher, es fühlt die Last des Reiters nicht mehr.

Die Ablösung kam - der Reiter zwei, sie kamen zu spät - es war schon vorbei. Sie sahen beim dämmernden Morgenlicht des Reiters entstelltes Angesicht. Sie gruben ihn ein in der Erde Schoß, bedeckten das Grab mit blühendem Moos.

So ruhet im Walde, in fremder Welt, im kühlen Schatten der brave Held.

Weckruf am Morgen

Es steigt schon der Morgen, vom Tau so kühl und Du liegest noch auf dem weichen Pfühl. Die Vog'lein singen frühmorgens den Psalm, die Sonne scheint schon auf Gras und Halm. Hörst Du?

Es mißt schon am Morgen mit seinem Stab der Tod die Tiefe zu Deinem Grab. Vielleicht dringt er Dir noch heute in's Haus und bläst Dir des Lebens Odem aus. Hörst Du?

Es hämmert am Amboß morgens der Schmied- Du Schläfer, wach auf, Dein Leben flieht. Es müssen in Kürze schon fertig sein die Nägel zu Deinem Leichenschrein. Hörst Du?

Das Sägewerk ruft am Morgen auch schrill- ob es Dich mahnen und wecken will? Es ruft: "Dein Leben ist kurz und karg, ich schneid' schon Bretter zu Deinem Sarg ", Hörst Du?

Der Glöckner zieht schon frühmorgens den Strang, die Glocke läutet zum letzten Gang. Sie klaget, mit ihrem Tone so tief "Weh' dem, der nie wachte, der immer nur schlief", Hörst Du?

Trinkers Tod Es wandert die Gasse entlang ein Trunkner mit schwankendem Gang, durch Schnee und im tobenden Wind, im Antlitz sich spiegelt die Sünd'.

Schaut matt und so müde darein, das Herz voller Scham, voller Pein. Zerschlagen Gesicht und Glieder zuviel trank er Wein heute wieder.

Die Trunksucht ist's, die ihn umschlingt, die immer versucht, daß er trinkt. Es fährt ihm schneidend durch den Sinn- der schwer erworb'ne Lohn, dahin.

Ganz leise spricht der Trunkenbold: "Ja, früher hdtt' ich heim gesollt ", Und lallend fängt der trunk'ne Mann sein Elend zu beklagen an:

Jung war er einst, geschickt im Fach, willig der Geist, das Fleisch jedoch schwach. Der Bäcker, der Fleischer borgen nicht mehr, wenn's nur die letzte Nacht schon wär.

Der Glaube auch geht in Scherben- und er selber in's Verderben. Das Weib hat zitternd oft gewacht, wo er im Wirtshaus nur gelacht.

Er war der Kinder Angst und Pein, kam taumelnd er zur Tür herein. Kein Sturm der Wut nunmehr erbraust, es schlägt nicht mehr die schwere Faust.

Doch fest umklammert hält die Hand, als tot man den Betrunknen fand- erfroren kläglich in dem Dussel, die volle Flasche mit dem Fusl.

Zur Glockenweihe 1936 Das erste Mal vom hohen Turme erschallt die Glocke hell und rein- wie ich ihr dann so sinnend lauschte, als lud' sie mich zum Beten ein.

Ich glaub' ich hör sie zu mir sprechen: "Was nützt Dir all Dein Erdenmüh'n, wenn über all den vielen Sternen Dir keine Friedenspalmen bliih'n "

Es tönet oft wie sanftes Klagen der Glockenton so hell und rein, als woll't er weinend zu mir sagen: "Auch Dir bricht einst der Augenschein.

Leg' all Deine Müh' und Sorgen in Jesu Herzenswund' hinein, dann dämmert Dir ein gold'ner Morgen mit ewig hellem Sonnenschein ",

Sie rufet uns mit frommem Schalle am Sonntag Früh' zur Andacht hin. Bei Feuersbrunst ihr Widerhalle als Hilferuf nach der Ferne zieh'n.

Und die des Glaubens Ziel verlassen, die Gottheit nicht mehr anerkennt, die auf des Abgrund's falschen Straßen zur Rückkehr ihr die Glocke mahnt.

Die Glocke mahnet uns im Kummer, sie ruft uns wach zum neuen Tag, wenn's Abend wird zum süßen Schlummer, zur Ruhepause am Mittag.

Und schweigt dann einst der Glocken Mahnen, Dir nicht mehr klingt ihr froher Klang. Ihr Tönen wird zu Trauerklagen und wird Dir dann zum Grabgesang.

#vers #népiköltő

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